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letzte Aktualisierung
am 10.06.2010
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Wir freuen uns, dass wir jetzt den 300.000 Zugriff auf unsere
Informationsseite zur Balanced Scorecard verzeichnen können! Herwig R. Friedag, Friedag Consult,
Dr. Walter Schmidt, ask Dr. Walter Schmidt,
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Interview: Dank der Balanced Scorecard können diese Unternehmen die Krise als Chance für Wachstum und Entwicklung nutzen (Das Interview führte Günther Lehmann von der Haufe Mediengruppe): |
Die BSC-Experten Friedag und Schmidt im Interview: Rückblick auf 10 Jahre BSC-Erfahrung – die Perspektiven in der aktuellen Wirtschaftslage
Die Idee der Balanced Scorecard (BSC), eines „ausgewogenen Kennzahlensystems“, wurde 1992 von Robert Kaplan und David Norton erarbeitet. Seitdem hat sie sich zu einem der führenden Managementsysteme zur strategischen Unternehmenssteuerung entwickelt. In Deutschland setzte sie sich in der Praxis ab 1999 richtig durch. In einem Interview blicken Herwig Friedag und Walter Schmidt auf 10 Jahre Erfahrung mit der BSC zurück und bewerten ihre Bedeutung in der aktuellen wirtschaftlichen Lage.
Die Experten
Dr. Herwig Friedag und Dr. Walter Schmidt sind bekannt als die deutschen
„Balanced-Scorecard-Experten“. In diesem Jahr können sie auf zehn Jahre
Beratungs- und Trainingserfahrung mit der BSC zurückblicken. Beide sind auch in
der Controller Community sehr aktiv: Walter Schmidt ist Vorstandsmitglied,
Herwig Friedag ist Leiter des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit im
Internationalen Controller Verein.
Frage: Vor 10 Jahren
wurde Ihr Buch "Balanced Scorecard - Mehr als ein Kennzahlensystem" sofort nach
Erscheinen im Oktober 1999 zum Bestseller. Wie haben Sie diesen Start erlebt?
Friedag:
Wir waren selber überrascht, haben aber sehr schnell realisiert, dass unsere
Philosophie, die BSC als ein Management-System zur Entwicklung und Umsetzung von
Strategien zu betrachten, offensichtlich den Nerv der Zeit getroffen hat. Es war
sehr erfreulich für uns, wie viele Menschen bemerkt haben, dass es bei der BSC
nicht vordergründig um Kennzahlen geht, sondern um das Miteinander der Menschen
beim Erarbeiten strategischer Ziele und deren Realisierung. Gleichzeitig
bemerken wir dennoch immer wieder, dass gerade große Beratungs- und
Software-Unternehmen die BSC als ein weiteres, oftmals nicht einmal strategisch
ausgerichtetes Kennzahlensystem interpretieren. Da wird dann nach einem
ausbalancierten Satz von Kennzahlen gesucht, die man in „die“ vier Perspektiven
„einordnen“ kann, ohne die Intention von Kaplan/Norton „translate strategy into
action“ tatsächlich umzusetzen.
Schmidt:
Dabei wird zudem oft vergessen, dass „translate“ im doppelten Sinne gemeint ist:
Übersetzen in konkrete und an konkrete Verantwortung gebundene Aktionen sowie –
und dass ist enorm wichtig – Übersetzen in die Sprache der Akteure. Die BSC muss
für alle Beteiligten verständlich, anwendbar und bedeutsam sein.
Frage: Sie haben Ihr
BSC-Konzept im Laufe der Zeit angepasst. Was war die wesentliche Veränderung?
Schmidt: Zum einen die stärkere Verzahnung von Entwicklung und Umsetzung der Strategie. Zum anderen aber auch die konsequente Einbeziehung aller Unternehmensbereiche. So entstand unser Konzept „Management 2.0“, das wir in unserem kürzlich erschienen Buch „Management 2.0 – Kooperation – Der entscheidende Wettbewerbsvorteil“ anhand eines durchgängigen praktischen Beispiels beschrieben haben.
Frage: Wie haben sich Ihre Kunden aus der Anfangszeit entwickelt? Welcher Anteil arbeitet noch mit der BSC? Wie erfolgreich sind die Unternehmen heute?
Friedag:
Wir wollen und können nicht mit „Erfolgsgeschichten“ von 95% dienen. Die BSC im
Sinne von Kaplan und Norton erfordert viel Kraft und Konsequenz und einen
systematischen, auch kulturellen Wandel. Das schüttelt niemand aus dem
Ärmel! Damit sind viele Konflikte verbunden, die nicht immer positiv ausgehen.
Und man braucht einen langen Atem, der insbesondere in Unternehmen mit häufigen
Führungswechseln und einer eher befehlsgeprägten Kultur nicht wirklich vorhanden
ist. Wer es aber schafft, dabei zu bleiben – und das können wir glücklicherweise
bei einer Vielzahl unserer Kunden beobachten – der hat die Chance, sein
Unternehmen nachhaltig am Markt zu positionieren. Viele haben dies in der Krise
bewiesen.
Frage: Auf unserem Portal „Controllerwissen“ ist "Balanced Scorecard" immer noch einer der meistgesuchten Begriffe. Welche Rolle spielt die BSC aktuell für die Unternehmensführung, gerade auch jetzt in der Wirtschaftskrise?
Schmidt:
Gerade mittelständisch geprägte Unternehmen, die nicht so sehr auf kurzfristige
Renditen schauen sondern eher auf ihre nachhaltige Positionierung im Markt,
haben in den letzten zwei drei Jahren verstärkt die BSC als ein wichtiges
Führungsinstrument entdeckt. Wir können beobachten, dass die intensive
Beschäftigung mit der BSC und auch ihrer Weiterführung durch Management 2.0 die
Unternehmen in die Lage versetzt, sich besser als andere auf die Zukunft
einzustellen:
Durch die Einbeziehung aller relevanten Interessengruppen und deren Perspektiven in den Strategieprozess erhalten sie ein gutes Bild vom Umfeld, in das sie eingebunden sind.
Diese Unternehmen haben gelernt, das heutige TUN aus den Zielen für die Zukunft abzuleiten und so ein Gefühl zu entwickeln, für die Dinge, die auf uns zukommen.
Die BSC befähigt das Management im Umgang mit Frühindikatoren; dadurch sind sie eher in der Lage, Trendänderungen wahrzunehmen und darauf zu reagieren.
Der Umgang mit Frühindikatoren fördert auch die Bereitschaft, redundante Strukturen zu schaffen bzw. zu erhalten, mit denen härtere Zeiten besser zu überstehen sind. Wir beobachten daher bei fast allen unseren Kunden, dass sie stärker durch die „Krise“ kommen, als ihre Wettbewerber. Dank der Balanced Scorecard können diese Unternehmen die „Krise“ als Chance für Wachstum und Entwicklung nutzen.
Die redundanten Strukturen schließen auch Unabhängigkeit als einen wesentlichen Wert ein – Unabhängigkeit vor allem von den Banken, aber auch von zu wenigen Kunden oder Lieferanten. Auch das stärkt die Position der Unternehmen in harten Zeiten.
Frage: Wie sehen Sie die Zukunft der BSC?
Friedag:
Die Zukunft der BSC ist zwiespältig. Auf der einen Seite haben viele Menschen
die Erfahrung erlebt, dass unter dem Namen „BSC“ mit viel Aufwand ein weiteres
Kennzahlensystem installiert wurde, mit dem das System von „Befehl und Gehorsam“
mit seinen Vorgaben und Kontrollen noch stärker als Pressions-Instrument
perfektioniert wurde. Für diese Menschen ist „Balanced Scorecard“ ein „Unwort“.
Hier finden wir ein „verbranntes Terrain“ vor. Auf der anderen Seite beginnen
viele Menschen gerade jetzt zu realisieren, dass sich die BSC als ein
hervorragendes Instrument nutzen lässt, um das Unternehmen auf nachhaltiges
Wirtschaften und einen neuen Führungsstil – also im Sinne von mehr Kooperation,
von Management 2.0 – auszurichten. Hier trifft die BSC – ganz im Sinne von
Kaplan und Norton – immer wieder auf Begeisterung. Deshalb hat sie für diese
Menschen eine große Zukunft.
Schon heute nutzen nach Studien der WHU – Otto Beisheim School of Management ca.
25% der Unternehmen die BSC. Einige davon werden dieses Instrument wieder sein
lassen, weil sie zur ersten Gruppe gehören. Die anderen, insbesondere
mittelständisch geprägte Unternehmen aber werden die BSC als einen festen
Bestandteil ihres Managements weiter entwickeln.
Neu: Lesen Sie Management 2.0, das Buch zum Umfeld der BSC:
Management 2.0: Kooperation -
der entscheidende Wettbewerbsvorteil
- Download
des 1. Kapitels - pdf-Datei
Wenn nicht alles täuscht, haben wir im Frühjahr 2009 die Bodensenke eines
globalen Abschwungs erreicht. Jetzt ist die Luft raus – wie man so sagt. Die
Nachwehen in der Realwirtschaft werden wir noch eine Weile spüren, aber wenn wir
die richtigen Lehren ziehen, könnten wir stärker aus der Krise hervorgehen, als
wir hinein gegangen sind.
Was war passiert? Das Platzen der Internetblase hätte bereits als Fanal gelten können, dass die lange Welle der Computerisierung ihren Höhepunkt überschritten hatte. Der Grenznutzen von Investitionen in die reale Wirtschaft war zu gering geworden. Deshalb floss die reichlich vorhandene Liquidität in spekulative Schein-Innovationen. Doch der 2000er-Crash war relativ kurz und nicht wirklich global. Der Schock von „Nine Eleven“ tat sein Übriges. Die Welt war mit anderen Dingen beschäftigt. Statt nach einer neuen Basis für die Realwirtschaft zu suchen, wurden neue Spekulationsobjekte entwickelt und von allen Seiten kräftig gefördert. Doch wenn eine Welle ins Tal stürzt, können die Schaumkronen den Niedergang nur für eine kurze Zeit verdecken. Und so kam, was kommen musste.
Jetzt sind wir hoffentlich wach geworden und scheinen eines zu begreifen: Wir müssen mehr und viel intensiver als bisher miteinander kooperieren. Nicht nur die wichtigsten Industrienationen – die sogenannten G 20 – beschwören den Geist der Kooperation. Es zeigt sich auch, dass gerade jene Unternehmen, die auf Nachhaltigkeit und interne wie externe Zusammenarbeit setzen, offensichtlich besser mit den widrigen Umständen zurechtkommen: Management 2.0 -Die Fähigkeit zu Kooperation und darauf aufbauender nachhaltiger Wirtschaftlichkeit wird immer mehr als der entscheidende Wettbewerbsfaktor angesehen, der einen neuen Zyklus in der Weltwirtschaft einläutet. Auf dieser Basis könnte eine neue lange Welle des Aufschwungs erwachsen – die 6. Welle.
Diesem Wettbewerbsfaktor haben wir
unser Buch gewidmet. Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem Taschenguide „Balanced
Scorecard“ haben wir die fachlichen Inhalte in eine Geschichte verpackt.
Constanze Trollinger wird Ihnen erzählen, wie sie ein norddeutsches Unternehmen
gemeinsam mit ihren Kollegen auf Kooperation eingeschworen hat. Auf dem Weg zu
Management 2.0 ist einiges passiert … Aber am besten lesen Sie selbst:
Friedag, Herwig R. / Schmidt,
Dr. Walter, Management 2.0: Kooperation, Der entscheidende Wettbewerbsvorteil,
Haufe-Verlag, Freiburg 2009,
ISBN 978-3-448-09328-5
(erhältlich ab 09.05.2009)
Hier Download des 1. Kapitels - pdf-Datei und hier können Sie das Buch Management 2.0 bestellen: http://www.haufe.de/shop/productDetails?orderNo=E00199
15 Jahre Balanced
Scorecard - ein Rück- und Ausblick
Tenor: die Balanced Scorecard hat sich vom Kennzahlen- zum
Managementinstrument gewandelt !
Motto: "transform strategy into action".
aus dem Controlling-Berater,
Haufe-Verlag 12/2005 - pdf-Datei
Die Entwicklung "17 Jahre BSC" auch als pdf-Foliensatz (2008).
Inhalt vom Forum Balanced Scorecard:
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Im Bereich "BSC-Einführung" finden Sie Informationen zur Einführung der BSC im Unternehmen: |
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Über "pdf-Artikel" können Sie auswählen: |
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Unter "BSC-Angebote" bieten wir folgenden Service: |
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Arbeitskreis Berlin Brandenburg |
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Wir
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Dr. Herwig R. Friedag, Friedag Consult,
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Tel +49 30 80 4040 -00, Fax +49 30 80 4040 -01
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